Die Schöne und das Biest“ weckt Kindheitserinnerungen

 

Ein Bericht von Andreas Bre­itkopf

Seit der Urauf­führung der berühmten franzö­sis­chen Nov­el­le „La Belle et la Bête“ (deutsch: „Die Schöne und das Biest“) im Jahr 1994 fiebern Mil­lio­nen mit der muti­gen, jun­gen Bel­la, lachen über die Gedanken der bäuer­lichen Dor­fge­mein­schaft und fürcht­en und bemitlei­den das schreck­liche Biest, welch­es erst durch die Liebe der jun­gen Kauf­mannstochter zu einem Prinzen wird. – Diese Insze­nierung kon­nten die Zuschauer in der Oberp­falz am 08.01.2020 bewun­dern: Das Ensem­ble mit Marie Wegen­er in der Rolle der Bel­la und Alexan­der di Capri in der Rolle des Biest, war zu Gast im Regens­burg­er Audi­to­ri­um Max­i­mum (kurz: Audi­max) und nahm das Pub­likum hinüber in die Welt der Kindertage.

Der von allen weib­lichen Dorf­be­wohn­ern verehrte und geachtete Dorf­schön­ling Gus­tav hat ein Auge auf Bel­la, gespielt von der DSDS-Siegerin 2018 Marie Wegen­er, und ist fest entschlossen, diese zu heirat­en. Sie selb­st hat allerd­ings kein Inter­esse an ihm, son­dern fühlt sich eher zu einem Mon­ster, gespielt von Alexan­der di Capri, hinge­zo­gen, das in einem ver­wun­sch­enen Schloss lebt und dort auf das Ende seines Lebens wartet.

Die Musi­cal-Inter­pre­ta­tion von Hans Holzbech­er und Andrea Friedrich (bei­de Idee und Konzep­tion) sowie dem Kom­pon­is­ten und musikalis­chen Leit­er Mar­tin Doep­ke machte im Regens­burg­er Audi­max eines deut­lich: Die märchen­hafte Geschichte ein­er wahren Liebe, die trotze aller Äußer­lichkeit­en und famil­iär­er Unwäg­barkeit­en über Vorurteile und Angst siegt, ist zeit­los und spricht auch heute noch die Men­schen in ihrem Herzen an.

Ein Deal, der alles zum Guten führt

Der reiche Kauf­mann eines bäuer­lichen Dor­fes, gespielt von Oliv­er Koch, hat drei Töchter. Nach­dem er sein ganzes Ver­mö­gen ver­loren hat, gibt es zur Ret­tung nur eine Möglichkeit: Ein ver­wun­sch­enes Schloss im Wald birgt einen Schatz, der die Fam­i­lie von allen finanziellen Prob­le­men befreien kön­nte. Die Sache hat jedoch einen Hak­en: Der ver­wun­sch­ene Prinz (gespielt von Alexan­der di Capri), der das Schloss bewohnt, der vor sein­er Ver­wand­lung in ein Mon­ster ein Frauen­held gewe­sen ist, lebt ein ein­sames und elendi­ges Leben. Um sein Äußeres able­gen zu kön­nen, muss er a) eine Frau find­en, die er liebt und b) eine Frau, die die Liebe erwidert. Daher bietet er dem einen Deal an: Er darf mit­samt dem Schatz das Schloss ver­lassen, wenn er dem Biest eine sein­er Töchter schickt. Die Einzige, die merkt, dass den Vater bei sein­er Rück­kehr ins Dorf etwas bedrückt, ist Bel­la, gespielt von Marie Wegen­er. Uner­schrock­en opfert sie sich, aus Liebe zu ihrem Vater, und macht sich auf den Weg zum Schloss. Sie tritt, bere­its bei der ersten Begeg­nung mit dem ver­wun­sch­enen Prinzen, diesem ohne Furcht und Angst gegenüber. Sie scheint die reine Seele des früheren Weiber­helden erkan­nt zu haben und reagiert auf die Boshaftigkeit­en mit Ver­ständ­nis statt mit Angst. Nach dem Erhalt von schö­nen Klei­dern und Schmuck, schickt das Biest Bel­la für drei Tage in ihr Dorf zurück. Als diese dann wieder zurück­kehrt in das Schloss und dem Prinzen ihre Liebe geste­ht, kann dieser sein Äußeres able­gen und lebt als „Neuge­boren­er“ weit­er.

Es ist ein Erleb­nis für Jung und Alt. Durch das szenis­che Spiel auf der Bühne wird jedem die Geschichte, welche bere­its in Kinderta­gen erzählt wurde, wieder bewusst und ruft pos­i­tive Erin­nerun­gen auf.

Wir wün­schen dem ganzen Ensem­ble für die restlichen Tourneeter­mine bis ein­schließlich 02. Feb­ru­ar alles Gute und weit­er­hin ganz viel Erfolg.

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