Andreas Gabalier
© Sepp Pail

Großer Wirbel um Andreas Gabalier und den Karl-Valentin-Orden

Am heutigen Samstagabend soll Schlagerstar Andreas Gabalier in München den Karl-Valentin-Orden verliehen bekommen.

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Die Münchner Faschingsgesellschaft  Narrhalla e.V. verleiht diesen Orden alljährlich an eine Person aus Politik Kunst, Wissenschaft, Literatur, Musik oder Sport. Im vergangenen Jahr wurde der ehemalige Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm mit dem Orden ausgezeichnet. Weitere Preisträger waren u.a. auch Heino, Til Schweiger, Horst Seehofer und Hape Kerkeling.

Das Andreas Gabalier nun mit diesem Orden ausgezeichnet werden soll, sorgt für einigen Unmut. Kritiker werfen dem Sänger Rechtspopulismus, Frauenfeindlichkeit sowie eine ablehnende Haltung gegenüber Homosexuellen vor. Die Kritiker sehen durch die Verleihung an Andreas Gabalier das Andenken des legendären Komikers und Volkssängers Karl Valentin (1882-1948) als beschädigt an.

Die Münchner Faschingsgesellschaft  Narrhalla e.V. begründet die Verleihung des Karl-Valentin-Ordens an Andreas Gabalier wie folgt: „Karl Valentin sah sich zeitlebens als Volkssänger. Die Narrhalla zeichnet Andreas Gabalier, den selbsternannten, patentierten Volks-Rock’n’Roller, der es versteht, volkstümliche Musik mit Stadionrock zu verbinden und für den sein geliebtes München zum Epizentrum des Volks-Rock’n’Roll wurde, als „Volkssänger 2.0“ für seine künstlerische Leistung als 49. Ordensträger mit dem Karl Valentin Orden aus.

Andreas Gabalier selbst fühlt sich durch die Auszeichnung geehrt und sieht sich  keineswegs als homophob, frauenfeindlich oder rechtsradikal an. Er wünscht sich einfach ein bisschen mehr Wertschätzung für seine Arbeit und glaubt das er für einige Kritiker mittlerweile einfach eine zu große Nummer geworden ist.