Julia Lindholm: „Die Welt hat sich verändert … aber mir geht es gut“

 

Jugendlich, energiegeladen und peppig – so kann man den aktuellen Longplayer „Boom!“ von Julia Lindholm beschreiben. Bei jedem der auf dem Album befindlichen 14 Titel dominiert ihre vielseitige Stimme und verbreitet so eine durchweg ausgelassene Grundstimmung.

Da ihr Album kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland veröffentlicht wurde (21.02.2020), ist auch sie, was Promo-Termine, Auftritte etc. angeht, durch das Virus in ihrer Aktivität ausgebremst worden.

Popschlager Aktuell hat daher mit ihr über die aktuelle Situation, ihre Karriere und ihre Zukunftspläne für eine „Zeit nach Corona“ gesprochen.

Popschlager Aktuell: „Liebe Julia, die Corona-Pandemie hat die Welt sprichwörtlich überrollt. Daher an Dich zu Beginn die Frage: Wie geht es Dir aktuell? Wie geht es Deiner Familie in der schwedischen Heimat?

Julia Lindholm: Vielen Dank, mir geht es gesundheitlich gut. Meiner Familie geht es auch gut. Es ist für alle Menschen momentan eine schwierige Situation. Wir Musiker und Sänger dürfen ja zurzeit nicht auftreten. Das bedeutet, dass wir unseren Beruf, der auch unsere Leidenschaft ist, nicht ausüben dürfen. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass wir schauen müssen, wie wir diese Zeit finanziell überstehen. Als Newcomer hat man bislang noch etwas kleine Brötchen gebacken. Sollte die Krise lange anhalten, so bleiben von diesen Brötchen nicht viele übrig.  Das Leben hat sich verändert… Aber mir geht es gut.

Popschlager Aktuell: „Kannst Du ungefähr sagen, wie viel Auftritte bei Dir durch Corona weggefallen sind?“

Julia Lindholm: Momentan sind es ca. 20 Auftritte, die aufgrund des Coronavirus abgesagt werden mussten.

Popschlager Aktuell: „Wenn man Dir in den sozialen Netzwerken folgt, erlebt man Dich dort äußerst aktiv: Mal ladest Du Fans ein, via Skype mit Dir zu singen oder Du sprichst z.B. mit Marina Marx. Wie wichtig ist Dir Instagram z.B. in dieser Pandemie-Zeit?“

Julia Lindholm: Die sozialen Netzwerke sind zurzeit wichtiger denn je. Instagram und Facebook sind aktuell die Medien, über die ich mit meinen lieben Fans, Freunden und Kollegen kommunizieren kann und eben auch weiterhin meine Musik vermitteln kann.

Karriere im Schlager – mit Hilfe von ABBA!

Popschlager Aktuell: „Nach der Musical-Ausbildung an der renommierten KulturamaSchool of Performing Arts in Schweden bist Du 2016 erstmals ins Rampenlicht in Deutschland getreten, nämlich mit deutschsprachigen Interpretationen der größten ABBA-Hits. Wieso gerade ABBA?“

Julia Lindholm: ABBA ist in meinen Augen zeitlose Musik. Zudem ist es Musik aus meiner Heimat Schweden und es hat mich einfach gereizt, ABBA auf Deutsch zu machen. Ich bin mit ABBA aufgewachsen – die Lieder liefen rauf und runter als ich ein Kind war. Es ist für mich aufgrund dessen auch eine große Ehre gewesen, den schwedischen Pop-Export in Deutschland singen zu dürfen.

Popschlager Aktuell: „Hast Du ein persönliches Lieblingslied von ABBA?“

Julia Lindholm:Ich habe 3 Lieder von ABBA, die mir besonders gut gefallen. Das sindGimme GimmeGimme, SOS und When i kissed the teacher.

Popschlager Aktuell: „Ein Jahr darauf hast Du mit ‚Leb den Moment‘ ein Cover-Album anderer Art präsentiert. Worin besteht der Unterschied im Vergleich zu ‚Super Trouper‘?“

Julia Lindholm: Der größte Unterschied besteht darin, dass es bei ‚Leb den Moment’ viele verschiedene Songs und verschiedene Interpretationen sind – nicht mehr nur Coversongs von ABBA. Bei ‚Leb den Moment’ singe ich verschiedene schwedische Hits von verschiedenen schwedischen Künstlern auf Deutsch.

Popschlager Aktuell: „2019 durftest Du als Künstlerin bei der Tour von Florian Silbereisen dabei sein. Was war das für eine Zeit für Dich?“

Julia Lindholm: Das war bis jetzt die beste Zeit meines Lebens. Ich habe mich während dieser Zeit sehr vielweiterentwickelt, durfte viele neue Leute kennenlernen und mir mit tollen Kollegen die Bühne teilen. Ein Traum!

Drittes Album „Boom“ – 100 % Julia?

Popschlager Aktuell: „Am 21.02.2020 hast Du Dein Album ‚Boom‘ der Öffentlichkeit präsentiert. Es enthält Partyhits, die gute Laune verbreiten. In welchen Schritten entstand das Album?“

Julia Lindholm: Es ist ein Album, indem viel Julia Lindholm drinsteckt. Zu Beginn solcher Album-Arbeiten werden erstmal Ideen für Songs gesammelt. Verschiedene Teams haben ihre Songs hierfür geschrieben. Diese wurden danach im Studio produziert und herausgekommen ist das wundervolle Album „BOOM!“.

Popschlager Aktuell: „Warst Du aktiv am Entstehungsprozess der Songs beteiligt?“

Julia Lindholm: Ja. Es ist mir auch sehr wichtig, dass ich mich voll einbringen kann. Nur so ist es sicher, dass meine Persönlichkeit in den Songs voll rüberkommt und eben 100 % Julia Lindholm darin steckt.

Popschlager Aktuell: „Gibt es auf ‚Boom‘ Lieder, die Du besonders gerne singst? Lieblingstitel?“

Julia Lindholm: Ich bin in jeden der Songs verliebt, aber die Titel Ich tanze aus der Reihe,Wow und Nimm mich so wie ich bin sind im Moment meine Lieblingssongs“.

Was macht Julia Lindholm nach der Corona-Pandemie?

Popschlager Aktuell: „Aktuell sind alle Veranstaltungen abgesagt. Dies ist sowohl für die Fans als auch für Dich als Künstlerin sehr traurig. Hast Du schon Pläne, was 2020 (nach Corona) passieren soll?“

Julia Lindholm: Es weiß ja zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand, wann Corona vorbei ist bzw. wann die Maßnahmen wieder gelockert werden, sodass wieder Konzerte stattfinden können. Wenn es soweit ist, möchte ich natürlich am liebsten sofort wieder auf der Bühne stehen, meine lieben Fans treffen und wieder für euch Musik machen.

Popschlager Aktuell: „Bislang hast Du nur als Solokünstlerin performt. Wenn Du 2020 die Möglichkeit haben würdest, mit einem Kollegen/einer Kollegin ein Duett aufnehmen zukönnen, wen würdest Du auswählen und warum?“

Julia Lindholm: Es gibt so viele großartige Kolleginnen und Kollegen. Ich würde am liebsten mit allen einen Song aufnehmen.

Liebe Julia, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch. Wir wünschen Dir sowohl musikalisch als auch privat weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Bleib gesund!

Bild © Mumpi Kuenster Monsterpics

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