Julian Reim im Interview: „Natürlich bringt der Name „Reim“ eine gewisse Erwartung mit sich“

 

Popschlager Aktuell im Interview mit Julian Reim. Wir haben mit dem Newcomer über seine aktuelle Single, den Namen „Reim“ und das Schubladendenken in der Musik gesprochen.

Lieber Julian, vielen Dank für deine Zeit und das Interview mit Popschlager Aktuell. „Euphorie“ heißt Deine neue, aktuelle Single – wie ist dieser Song entstanden?

Julian Reim: „Euphorie“ entstand nach „Grau“ im tiefsten Winter. Persönlich war ich nicht so gut drauf und die Inspiration kam aus dem Gefühl nach einer dunklen Zeit wieder Musik genießen zu können, zu lachen, zu tanzen und sich endlich wieder frei zu fühlen. Ich hatte aber auch ein geiles Klavier Lick (lach).

Was ist Dir bei Deinen Songs wichtig? Welche Botschaften/Emotionen möchtest Du Deinen Fans vermitteln?

Julian Reim: Ich will den Leuten draußen vermitteln, dass es ok ist man selbst zu sein, man sollte sich nicht verstellen müssen und wissen, dass nach jedem Tief auch wieder ein Hoch kommt.

Du durftest im vergangenen Jahr erstmals beim „Schlagerboom“ in der Dortmunder Westfalenhalle auftreten und Dich so einem großen Publikum in der Halle und an den TV-Geräten präsentierten. Wie groß war Deine innerliche Nervosität, als Du an der Reihe warst?

Julian Reim: Ich war sehr aufgeregt wie man es wahrscheinlich auch sehen konnte. Der „Schlagerboom“ war mein vierter Fernsehauftritt und das vor 15.000 Menschen in der Halle und vor einem Millionen Publikum vor dem Bildschirm. Da ist glaube ich jeder Newcomer aufgeregt. Ich bin sehr dankbar dafür und es war der beste Geburtstag aller Zeiten.

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Dein Vater Matthias Reim hat mich seinem Lied „Verdammt ich lieb dich“ ein Fundament geschaffen, von dem noch viele Menschen heute reden. Hast Du das Gefühl, dass der Name „Reim“ mit Erwartungen an Dich, gerade im Musikbusiness verbunden ist?

Julian Reim: Natürlich bringt der Name „Reim“ eine gewisse Erwartung mit sich, aber ich gehe meinen eigenen Weg und habe meine eigene Vision.

In welches Genre würdest Du Deine Musik einordnen: Klassischer Schlager oder vielleicht doch Popschlager?

Julian Reim: Weder noch. Klar, „Grau“ und „Euphorie“ gehen in die Richtung Popschlager aber ich bin ungerne kreativ gebunden und mach einfach die Musik, auf die ich Lust habe bzw. die aus mir heraussprudelt. Gerade mit Genres zu spielen, macht mir unendlich viel Spaß.

Oftmals wird dieses Schubladendenken aufgebrochen, da die Grenzen hierbei fließend sind. Siehst Du das genauso?

Julian Reim: Da wurden mir die Worte in den Mund gelegt. Schlager ist so vielseitig, wie es Musiker gibt. Am Ende zählt es, ob die Menschen draußen die Musik mögen. Das ist alles, was ich mir wünsche und auf das ich hoffen kann.

Gerade für einen Newcomer ist das Musikbusiness nicht gerade leicht. Was sind Deine persönlichen Wünsche und Ziele?

Julian Reim: Ich nehme alles, wie es kommt und bin einfach dankbar, dass meine Musik da draußen gefällt. Ich wünsche mir, dass ich dieses Momentum halten kann und bald wieder vor euch live auf der Bühne stehen kann.

© Dominik Beckmann

Im ZDF-Fernsehgarten durftest Du bereits auftreten. Gibt es noch andere TV-Formate, bei denen Du Dich über eine Einladung freuen würdest?

Julian Reim: Ich bin für jede Einladung dankbar. Jetzt noch Wünsche zu äußern wäre das Schicksal herauszufordern (lacht). Es ist ein Traum von mir nochmal beim Schlagerboom dabei sein zu dürfen. Wenn man einmal auf dieser Bühne stand, lässt es einen einfach nicht mehr los.

Dein Vater Matthias hat in seiner Karriere zahlreiche Alben bereits veröffentlicht. Wie ist das Verhältnis zwischen Euch und wie findest Du seine aktuelle CD?

Julian Reim: Das Verhältnis zwischen uns ist super! Ich habe gerade ein paar Tage am Bodensee verbracht und habe es sehr genossen. Mit MR20 hat er nochmal richtig was gerissen, ich finde das Album sehr gut. Vor allem „Deep Purple“ und „Led Zeppelin“ sind für mich persönliche Highlights.

Deine Schwester Marie hat in der Zwischenzeit ihr Album auf dem Markt und hat musikalisch die ersten Schritte gewagt. Wie findest Du Ihre Musik?

Julian Reim: Ich bin mega stolz auf Marie, sie ist ein riesen Talent und ich bin schon mega gespannt, was da noch so kommt. Da sind so viele tolle Songs auf dem Album, ihr solltet alle mal reinhören.

Du schreibst Deine Songs selbst. Hast Du auch Vorbilder im Musik-Business? Woher nimmst Du die Inspiration für die Songs?

Julian Reim: Die Idee von Vorbildern ist nichts für mich… ich habe natürlich viel von meinem Vater und den Menschen um mich herum gelernt. Ich schaue zu  gewissen Menschen auf, habe aber keine konkreten Vorbilder.

Ich wünschte ich könnte sagen, die Inspiration kommt aus Situationen aus meinem Leben. Teilweise sind meine Songs autobiographisch und trotzdem mit genug Offenheit zur Interpretation, so das Leute die so etwas Ähnliches erfahren haben, mitfühlen können. Oder es inspirieren mich Situationen oder Menschen um mich herum und deren Geschichten. Solange der Kern für mich ehrlich ist, kann ich es schreiben.

Beitragsbild © Dominik Beckmann

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