Sarah Conner über ihr neues Album „Herz Kraft Werke“

Sarah Conner über ihr neues Album „Herz Kraft Werke“

Zur Veröf­fentlichung ihres Albums “Herz Kraft Werke” möcht­en wir Sarah Con­nor gerne selb­st zu Wort kom­men lassen. Lest hier, was sie selb­st über ihr zweites deutschsprachiges Album zu bericht­en hat:

Vier Jahre ist die Veröf­fentlichung meines ersten deutschen Albums nun her. Ein wun­der­schönes Kind, drei Tourneen und viele Ein­drücke später, ist mein näch­stes musikalis­ches Baby nun endlich bere­it, das Licht der Welt zu erblick­en und auf Reisen zu gehen. Herz Kraft Werke habe ich es getauft!

Mut­ter­sprache war nach 15 Jahren – ich nenne es mal vor­sichtig „Pop­kar­riere“ – das erste Album in mein­er Mut­ter­sprache deutsch. Aber nicht nur das war das Beson­dere an meinem neun­ten Stu­dioal­bum, son­dern vor allem die Tat­sache, dass ich zum ersten Mal Songs und Texte selb­st geschrieben habe. Ich hat­te ein Anliegen und ein paar grandiose Co-Autoren, die mir bei diesem Aben­teuer Unter­stützung geleis­tet haben! Es war eine Her­aus­forderung und die größte Befreiung. Meine Geschicht­en, Ideen, Sor­gen und Äng­ste flossen in meine Lieder. Ich habe ein­fach – wie Udo sagen würde – „mein Ding gemacht“. Kein­er – und ich zu aller­let­zt – hätte erwartet, dass es später so viele Men­schen berühren würde… Ich habe das Glück, dass ich sin­gen kann und auf­grund mein­er tur­bu­len­ten Kind­heit habe ich ein großes emo­tionales Reper­toire, auf das ich zugreifen kann, wenn ich Worten Töne ver­lei­he. Das ist ein Segen und eine Ver­ant­wor­tung, der ich mir bewusst bin. Das Sin­gen ist mein Out­let für Wut, anges­taute Aggres­sion, Trau­rigkeit, Liebe und Freude! Meine Kathar­sis! Meine andere große Lei­den­schaft ist das Schreiben. Worte und die Kraft, die sie ent­fal­ten kön­nen, faszinieren mich. Immer schon. Das habe ich wohl von meinem Vater, der Ger­man­is­tik, Poli­tik und Philoso­phie studiert hat. Nichts bere­it­et mir mehr Vergnü­gen als die Suche nach der Essenz! Die ein­fach­sten Worte mit der größt­möglichen Kraft! Wenn ich in meinem Keller (oder son­st wo) hocke und „an etwas dran bin“, dann bin ich wie high, ich esse nicht, schlafe nicht, ich brauche nichts, außer Musik und Worte! Das ist ein Wahnsinns­ge­fühl, es macht süchtig und hätte ich nicht meine wun­der­baren Kinder, die mich zu Struk­tur und Organ­i­sa­tion zwin­gen, säßen meine him­mel­hoch-jauchzend- zu-Tode-betrübte-Zwill­ingsseele und ich wahrschein­lich längst ver­wahrlost auf irgen­dein­er ein­samen Insel und wür­den uns mit einem Vol­ley­ball unter­hal­ten. Mein Kopf ist das ulti­ma­tive Chaos! Er ist immer an, nie aus und saugt alles auf wie ein Schwamm.

Meine Texte entste­hen aus Gesprächen, Din­gen, die ich lese und Begeg­nun­gen… manch­mal aus Verzwei­flung, aber meis­tens aus Liebe! Die Töne mit den Worten zu verbinden… erst wenn ich das in Bauch und Herz füh­le, weiß ich, dass ich auf der richti­gen Spur bin… Es hat viel Kraft gekostet, mir Zeit aus meinem All­t­ag als Part­ner­in und Mut­ter von vier Kindern abzuzwack­en, um mich davonzustehlen, um mir über große und kleine Fra­gen und Antworten Gedanken machen zu kön­nen. Dafür braucht es Zeit… Zeit für sich, zum Lesen, Denken, Reisen… Zeit, die man nur hat, wenn man sie sich nimmt. Und welche Mut­ter tut das schon ohne schlecht­es Gewis­sen? Ich kenne keine. Der Spa­gat zwis­chen Beruf, Kindern und Liebes­beziehung ist auch für mich ein Kraftakt. Genau, wie viele der Frauen um mich herum, die ich kenne, bin ich ein Kraftwerk, das 24 Stun­den am Tag auf Hoch­touren läuft! Und ich LIEBE es!

Zweimal bin ich dafür je drei Tage in Nashville gewe­sen, um meine Songs, die in Deutsch­land ent­standen sind, von ein­er fan­tastis­chen Stu­dioband ein­spie­len zu lassen. Anschließend kon­nte ich die beg­nadete – in Lon­don lebende – Cel­listin Rosie Dan­vers dafür gewin­nen, String-Arrange­ments für acht mein­er Songs zu schreiben! Ihr in Lon­don bei der Arbeit zuguck­en zu dür­fen, war mein per­sön­lich­es High­light! Was für eine wun­der­schöne, tal­en­tierte Frau! Auch ein richtiges Pow­er­house! Rosie Dan­vers hat u.a. Stre­ich­er- und Orch­ester­arrange­ments für Cold­play, Adele und Kanye West geschrieben, war anderthalb Jahre mit Adele auf Welt-Tournee. Ihre Biografie ist beein­druck­end! Rosie ist ver­heiratet und hat zwei Kinder, die sie mit Tourleben und kreativ­er Arbeit unter einen Hut brin­gen muss. Eine inspiri­erende Begeg­nung auf der Ziel­ger­aden!

Ich möchte mich bedanken bei meinen Fre­un­den und Kol­le­gen, die mir etwas von ihren Gedanken und ihrem Tal­ent geliehen haben, um dieses Werk mit mir zu real­isieren:

Da wäre mein langjähriger Fre­und Djorka­eff (Kon­stan­tin Scher­er), der mich nach Nashville begleit­et hat und geduldig und liebevoll den Großteil der Plat­te mit mir pro­duziert hat! Mit ihm habe ich Songs geschrieben wie „Unendlich“, „Weißt Du noch Herz“, „Zelt am Strand“ und „Unter alten Jack­en“! Djor­ki kommt eigentlich aus dem Hip Hop und ist der größte Bea­t­les-Fan auf Erden. Diese Mis­chung fasziniert mich an ihm! Er hat keine Schranken im Kopf, pro­biert alles aus, find­et keinen Schlaf, bis er’s hat und ist musikalisch irre viel­seit­ig!

Die schön­sten Wort­ge­fechte lief­ere ich mir immer wieder gerne mit Peter Plate und Ulf Som­mer! Zwei wahnsin­nig scharf­sin­nige, kluge Köpfe, die vor nichts Angst haben und mit denen ich mich her­rlich stre­it­en und lieben kann! Zwei riesige Herzen, von denen ich viel über Rotz und Mut gel­ernt habe. Beson­ders stolz bin ich auf die Songs „Ruiniert“, „Kein­er pisst in mein Revi­er“ und „Schloss aus Glas“ für meine Eltern und natür­lich „Vin­cent“, die erste Sin­gleauskop­plung! Auch Daniel Faust gilt an dieser Stelle mein Dank von Herzen für Deine tollen Ideen meinen Liedern ein Gewand zu geben.

Nico Reb­sch­er, eine dieser wun­der­baren neuen Begeg­nun­gen, die ich im let­zten Jahr machen durfte! Ich bin großer Fan seines Songs „No Roots“ den er mit Alice Mer­ton gemacht hat und habe ihn so lange gestalkt, bis er sich mit mir getrof­fen hat! Wahnsinn, der Typ! Spielt alle Instru­mente und hat u.a. den inten­sivsten Song meines Albums mit mir gemacht! „Flugzeug aus Papi­er“, den ich in Gedenken an die kleine verunglück­te Emmy schreiben musste, weil mich ihre Geschichte nicht los­ge­lassen hat.

Außer­dem haben Simon Triebel, Ali Zuck­ows­ki und ich uns nochmal getrof­fen, weil ich ein Lied für meinen Mann zum Geburt­stag schreiben wollte! Da ist „Dank Dir“ raus­gekom­men! Im „Orig­i­nal“ habe ich es mit meinen Kindern gesun­gen, die jet­zt empört sind, dass ihre Ver­sion nicht auf die Plat­te kommt.

Auch sehr span­nend und noch ganz frisch ist meine Bekan­ntschaft mit Tobi Kuhn. Mein Mann und Man­ag­er hat­te die Idee, uns zusam­men­zubrin­gen und wir haben ein sehr schönes Lied namens „Ich wün­sch’ Dir“ zusam­men geschrieben. Erst danach hat Tobi erzählt, dass er eigentlich aus dem Rock­bere­ich kommt und mit den Toten Hosen und Milky Chance arbeit­et. Das war defin­i­tiv nicht das let­zte Mal, dass wir uns getrof­fen haben.

So, genug erzählt. Jet­zt viel Spaß mit meinem neuen Album Herz Kraft Werke!

Sarah

Sarah Conner | Herz Kraft Werke

✘ Album Facts

Titel: Herz Kraft Werke
Kün­stler: Sarah Con­ner
Release: 30. Mai 2019
Label: Poly­dor
For­matCD, Dig­i­tal
Genre: Deutsch-Pop

Hol’ dir jetzt das Album!

Jet­zt bestellen bei Ama­zon*
Jet­zt bestellen bei Shop24Direct*
Jet­zt bestellen bei Welt­bild*

Jet­zt strea­men mit Ama­zon Music*

Quelle: Universal Music

Schreibe einen Kommentar