Schla­ger­land: Von „Anita“ bis „Atemlos“ – die TV Doku

© SWR/C-Films Deutschland GmbH

Schla­ger­land: Von „Anita“ bis „Atemlos“ – die TV Doku

Deutsch­land ist Schla­ger­land. Was macht das Schla­ger­land Deutsch­land aber eigent­lich aus? Wo und wie exis­tiert es? Und was macht es so unwi­der­steh­lich? Der Film blickt in die Provinz und auf die großen Bühnen der Städte, da, wo der Schlager lebt und er geht auf Spuren­suche nach diesem Phänomen der deut­schen Massen­kultur. Der Autor schaut hinter die Kulissen und fragt nach persön­li­chen Werde­gängen und emotio­nalen Begeg­nungen zwischen Publikum und Künst­lern. Die Reise durch das deut­sche Schla­ger­land führt zu berühmten Künst­lern, Nach­wuchs­sän­gern und ihren treu­esten Fans.

Von den „Capri-Fischern“ über den „Grie­chi­schen Wein“ bis „Atemlos“ hat der Schlager seit Jahr­zehnten Lieder hervor­ge­bracht, die mehrere Gene­ra­tionen auf dem Weg zum Erwach­sen­werden und darüber hinaus begleitet haben. Das Genre hat sich verän­dert, seitdem die deutsch­spra­chige Unter­hal­tungs­musik ausdif­fe­ren­ziert als deut­scher Pop, Hip-Hop oder Chanson wahr­ge­nommen wird und nicht mehr alles unter dem Begriff „Schlager“ subsum­miert wird, der genau genommen ja auch gar keine Genre-Bezeich­nung ist, sondern den Erfolg eines Liedes zum Krite­rium erhebt: Sprach­lich ist das Wort Schlager nichts anderes als die Deut­sche Bezeich­nung für „Hit“.

Heute hören Millionen Menschen die Hits von Andrea Berg und Helene Fischer. Schlager ist das Steh­auf­männ­chen der deut­schen Popkultur, er geht aus jeder Moder­ni­sie­rungs­krise gestärkt hervor. Was der Schlager nie ganz loswurde, ist sein Image als Opium des Klein­bür­gers.

Aber kein Schlager ist besser als seine Zeit und deshalb ist er wieder modern. Wir befinden uns in einer Phase extremer gesell­schaft­li­cher Umbrüche. Was also liegt näher, als vereint und eng im Kuschel­bett oder vor dem Kamin emotio­nale Senti­men­ta­li­täten auszu­tau­schen?

Auf der Reise durch das Schla­ger­land trifft der Autor Alt- und Jung­stars von Helene Fischer und Florian Silbe­reisen über Roland Kaiser, Costa Cordalis und Gitte Haen­ning bis zu den Ostschla­ger­stars Frank Schöbel und Ute Freu­den­berg. Der Film begleitet die Nach­wuchs­sän­gerin Fran­ziska Wiese, die von ihrem Plat­ten­label zum neuen Schla­ger­star aufge­baut wird und dabei das Auf und Ab einer Branche durch­leidet, die auf der Bühne gute Laune verbreitet und hinter den Kulissen von enormem Druck, Wett­be­werb und hoher Profes­sio­na­lität geprägt ist. Das Film­team geht mit Jürgen Drews auf einen kleinen Konzert­ma­ra­thon und feiert mit Fans in einer Bottroper Schla­ger­kneipe.

Das Team trifft die Menschen, die den Schlager hinter den Kulissen voran­treiben, spricht mit Textern, Produ­zenten und Kompo­nisten wie Ralph Siegel, Jean Frank­furter und Kris­tina Bach oder dem Elec­trola Plat­ten­chef Jörg Hellwig und dem Produ­zenten der größten TV-Schla­ger­show Michael Jürgens. So entsteht ein subjek­tiver, aber nicht wertender Blick auf einen großen Wander­zirkus, der im Sommer eine Open-Air Party nach der anderen mit dem gewünschten Party­sound­track bespielt und sich – im Rahmen seiner Möglich­keiten – immer wieder neu erfinden muss.

Quelle: Das Erste




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