Udo Jürgens Musical kommt auf die Leinwand

Ich war noch niemals in New York” ab Herbst 2019 im Kino

Udo Jür­gens kommt in die Kinos. Ab 24. Okto­ber 2019 ist der erste deutsche Musi­cal-Film “Ich war noch niemals in New York” zu sehen. Der Kinofilm ist an das gle­ich­namige Erfol­gsmu­si­cal angelehnt und wird ein­mal mehr das Lebenswerk dieses her­aus­ra­gen­den Kün­stlers würdi­gen. Wir dür­fen uns auf die Erfol­gsti­tel des unvergesse­nen Kün­stlers freuen und dür­fen ges­pan­nt sein auf die schaus­pielerischen Leis­tun­gen von Heike Makatsch, Katha­ri­na Thal­bach, Moritz Bleib­treu oder Uwe Ochsenknecht.

Es beste­ht kein Zweifel, dass “Ich war noch niemals in New York” an “Der Mann mit dem Fagott” anknüpfen kann. Der Zweit­eil­er feierte im Jahre 2011 Pre­miere. “Der Film ent­stand in Anlehnung an den im Jahre 2004 erschiene­nen auto­bi­ografis­chen Roman, den Udo Jür­gens und Michaela Moritz ver­fassten.”, erk­lärt Svea Schulz von Heimki­no­held. In der Ver­fil­mung wurde ein Bogen zwis­chen den Jahren 1891 und 2010 ges­pan­nt und die Geschichte von drei Gen­er­a­tio­nen erzählt. Der Zuschauer lernt Hein­rich Bock­el­mann, den Groß­vater des Sängers ken­nen und erfährt mehr über das Leben von Rudolf Bock­el­mann, dem Vater des Kün­stlers. Schließlich wird der Auf­stieg des Sohnes zum erfol­gre­ichen Kün­stler the­ma­tisiert.

Der Film erhielt im Jahre 2011 den Bam­bi in der Kat­e­gorie Pub­likum­spreis und wurde ein Jahr später mit dem Deutschen Fernseh­preis aus­geze­ich­net. Die Geschichte des Musi­cals präsen­tiert sich weniger tief­gründig, lässt aber eine ansprechende Hand­lung nicht ver­mis­sen. Erzählt wird die Geschichte von drei Paaren, welche sich auf ein­er gemein­samen Kreuz­fahrt nach New York mit ver­schiede­nen Schwierigkeit­en kon­fron­tiert sehen und am Ende erken­nen, was im Leben wirk­lich zählt. Dabei han­delt es sich um ein Paar, welch­es der Enge des Senioren­heimes ent­flieht und sich einen Traum erfüllt, einem Paar, welch­es sich zwis­chen Liebe und Kar­riere entschei­den muss und einem schwulen Paar, welch­es der Eng­stirnigkeit klein kari­erten Denkens ent­fliehen will.

Der Film lebt von den Erfol­gssongs des Stars, welche ihm zahllose Auftritte in der leg­endären ZDF-Hit­pa­rade ver­schafften. Zu hören sind bekan­nte Titel wie der im Jahre 1982 erschienene Titel­song, welch­er den Aus­bruch eines Fam­i­lien­vaters aus seinem klein­bürg­er­lichen Leben beschreibt. Ein Wieder­hören gibt es auch mit “Vie­len Dank für die Blu­men”, dem Titel­song der Zeichen­trick­serie “Tom & Jer­ry” oder “Zeig mir den Platz an der Sonne”, dem langjähri­gen Titel­lied der Deutschen Fernsehlot­terie. Gemein­sam mit der deutschen Fußball­na­tional­mannschaft nahm Udo Jür­gens 1978 “Buenos Dias, Argenti­na” auf  und für Gen­er­a­tio­nen von Gas­tar­beit­ern ist “Griechis­ch­er Wein” zur Hymne gewor­den.

All diese Hits wer­den bald im Kino zu hören sein, lassen sich aber auch vor dem Fernse­her in bril­lanter Hörqual­ität erleben. Heimki­nosys­teme kön­nen das heimis­che Wohnz­im­mer in ein Kino ver­wan­deln. Wer es also in diesem Herb­st nichts ins Kino schafft, darf auf die DVD ges­pan­nt sein und kann es sich auf der heimis­chen Couch mit bestem Sur­round Sound bequem machen.

Hin­ter Udo Jür­gens liegt eine beina­he 60-jährige beispiel­lose Kar­riere. Seine Songs waren regelmäßig in den Hitlis­ten vertreten. Das let­zte Album “Mit­ten im Leben” wurde Anfang 2014 veröf­fentlicht. Sein let­ztes Konz­ert gab Udo Jür­gens am 7. Dezem­ber 2014 im ausverkauften Zürich­er Hal­len­sta­dion wenige Tage vor seinem Tod. Udo Jür­gens hat über 1.000 Lieder kom­poniert und mehr als 50 Alben pro­duziert. Als ein­er der erfol­gre­ich­sten Musikschaf­fend­en der Welt hat sich der Aus­nah­mekün­stler aus Kla­gen­furt längst unsterblich gemacht. Der Kino­er­folg von “Ich war noch niemals in New York” scheint bere­its vor­pro­gram­miert.

Ich war noch niemals in New York” bedi­ent sich des “lyrischen Ichs”. Aufmerk­same Zuhör­er kön­nten meinen, der Song ver­mit­telt die Botschaft, dass Udo Jür­gens selb­st niemals in New York, San Fran­cis­co oder Hawaii gewe­sen sei. Doch dem ist nicht so, denn der Kün­stler hat sich häu­fig in den USA aufge­hal­ten.

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