Studentin startet Petition gegen das Donaulied: „Verharmlosung einer Vergewaltigung“

| |

 

Eine Stu­dentin aus Pas­sau hat eine Online-Peti­tion gegen das Donaulied“ ges­tartet. Die 22-jährige kri­tisiert dabei das im Lied­text expliz­it die „Ver­harm­lo­sung ein­er Verge­wal­ti­gung“ dargestellt  wird. Das alte Volk­slied wird auch heutzu­tage immer noch gerne bei Fes­ten, in Bierzel­ten und Kneipen gesun­gen. Im Lied heißt es u.a.: Einst ging ich am Ufer der Donau ent­lang, ein schlafend­es Mäd­chen am Ufer ich fand […] Ich machte mich über die Schlafende her, da hört sie das Rauschen der Donau nicht mehr.“ (Quelle: Liederk­iste)

Der Lied­text hat seinen Ursprung im 19. Jahrhun­dert. Mit­tler­weile gibt es ver­schiedene Ver­sio­nen des Songs. Auch Baller­mann-Star Mick­ie Krause hat 2012 eine Ver­sion des Donaulied“ veröf­fentlicht. Der 49-jährige Par­ty-Sänger hat den umstrit­te­nen Text jedoch direkt ein wenig abgemildert und singt beispiel­sweise: „Da wachte sie auf und sie sagte ‚Komm her!“ anstelle der orig­i­nalen Textzeile „Ich machte mich über die Schalfende her.“

Mit der Online-Peti­tion möchte die Pas­sauer Stu­dentin jet­zt ver­hin­dern das der Song mit dem frag­würdi­gen Text in Bierzel­ten und Kneipen gespielt wird und die Men­schen sich mehr mit dem Text auseinan­der­set­zen. Die „Aktion gegen Bierzelt-Sex­is­mus“ hat mit­tler­weile schon über 15.000 Unter­stützer gefun­den (Stand 31.05.2020). Es gibt aber nicht nur pos­i­tive Reak­tio­nen auf die Peti­tion gegen das Donaulied“. Im Netz muss sich die Stu­dentin auch mit jed­er Menge Spott und Belei­di­gun­gen auseinan­der­set­zen.

▶️ Was denkst Du über die aktuelle Diskus­sion? Schreib uns einen Kom­men­tar!

Klick­en Sie auf den unteren But­ton, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden

Redaktion
Previous

Roland Kaiser: „Alles oder Dich“ – die Buch Edition

Daniela Alfinito: „Träume on the rocks“ – die neue Single

Next

Schreibe einen Kommentar